Geschlossen wirkt eine Vertikallamellenanlage vor der breiten Fensterfront wie eine ruhige Fläche aus senkrechten Bahnen. Im Alltag zählt aber, wie Sie damit auf Licht und Einblicke reagieren: Die Bahnen lassen sich drehen und seitlich verfahren. Deshalb gehören Türen, Parkposition und Bedienung von Anfang an zur Planung.
Drehen und seitlich verschieben sind zwei Funktionen
Ein Lamellenvorhang besteht aus senkrechten Bahnen an einer Schiene. Die Bahnen lassen sich wenden und positionieren. MHZ beschreibt dieses Prinzip für große Fensterfronten und weitere Einsatzbereiche.[1]
Beim Wenden ändert sich ihre Stellung. Beim seitlichen Verfahren wird ein Bereich freigegeben und der Behang an anderer Stelle gesammelt. Welche Kombination möglich ist, muss am konkreten Modell betrachtet werden.
Die Fensterfront in einzelne Funktionen aufteilen
Markieren Sie feste Glasflächen, zu öffnende Fenster und Türen. Notieren Sie, welche Öffnung täglich genutzt wird. So lässt sich vermeiden, dass die vorgesehene Parkposition ausgerechnet vor dem häufigen Durchgang liegt.
Auch seitliche Wände und der Bereich oberhalb der Glasfläche sind wichtig. Dort müssen Schiene, Befestigung und Bewegung zur vorhandenen Situation passen. Eine Fotoansicht der ganzen Front hilft mehr als das reine Glasmaß.
Diese Fragen gehören in die Planung
| Bereich | Was Sie festlegen oder prüfen sollten |
|---|---|
| Lamellenstellung | Welche Licht- und Blickrichtung soll gesteuert werden? |
| Öffnung | Zu welcher Seite wird der Behang gesammelt? |
| Parkposition | Welche Fläche bleibt dadurch belegt? |
| Tür oder Fenster | Welche Bewegung muss möglich bleiben? |
| Bedienung | Welche Seite ist im Alltag erreichbar? |
| Montage | Welche Schiene und Befestigung sind vorgesehen? |
Der Stoff bleibt eine eigene Entscheidung
Die Bahnen können unterschiedliche textile Eigenschaften besitzen. Transparenz, Beschichtung und gewünschte Wirkung sollten anhand der genauen Qualität besprochen werden. Die Systemfunktion allein beschreibt noch nicht, wie stark Licht durch das Material gelangt.
WAREMA unterscheidet lichtbezogene und energetische Eigenschaften von Sonnenschutz. Ein Wert zur Lichtdurchlässigkeit ist deshalb nicht automatisch eine Aussage zum Wärmeeintrag der vollständigen Fensterkombination.[2]
Beispiel: Glasfront mit einer Terrassentür
Angenommen, eine breite Fensterfront enthält rechts den täglichen Ausgang. Markieren Sie diesen Bereich im Foto. Besprechen Sie dann, welche Teilung und Parkposition zur Nutzung passen. Eine mittige Öffnung ist nicht allein wegen der symmetrischen Ansicht automatisch die passende Lösung.
Nutzung bei Tag und Abend prüfen
Beschreiben Sie auch, wann die Anlage Sichtschutz bieten soll. Unterschiedliche Beleuchtung innen und außen sollte bei der Auswahl berücksichtigt werden. Lassen Sie sich die gewünschte Stellung am Materialmuster und System erklären.
Wie sich Vertikallamellen neben Jalousie und Plissee einordnen, zeigt Jalousie, Plissee und Lamellenanlage passend zum Fenster auswählen. Lichtbezogene Materialdaten erläutert Lichtdurchlass und Verdunkelung: Was Ihr Fensterstoff leisten soll. Die Sichtschutzfrage bei wechselnder Beleuchtung vertieft Sichtschutz bei Tag und am Abend: So prüfen Sie Ihre Privatsphäre.



