Neben dem Sofa geht die Stehlampe an, und auf einmal fragen Sie sich, wie viel man vom Gehweg aus sieht. Bei Tageslicht wirkte dasselbe Fenster gut geschützt. Für passenden Sichtschutz betrachten Sie deshalb beide Situationen, den hellen Tag und den beleuchteten Raum am Abend, und achten auf den konkreten Stoff, die bedeckte Fensterfläche und die möglichen Blickrichtungen.
Beginnen Sie mit dem Blick, der Sie stört
Möchten Sie vom Gehweg aus weniger sichtbar sein, den Blick aus dem Nachbarhaus begrenzen oder sich beim Umziehen ungestört fühlen? Zeigen Sie die betreffende Stelle auf einem Foto. Ein niedriger Einblick von der Straße verlangt eine andere Abdeckung als ein Fenster im gegenüberliegenden Obergeschoss.
Diese Beobachtung ist eine Vorbereitung für die Beratung. Sie müssen weder die Durchsicht messen noch selbst einen Stoff auswählen. Beschreiben Sie zunächst, was Sie schützen möchten und wie viel Tageslicht erhalten bleiben soll.
Blickdicht und abdunkelnd sind verschiedene Wünsche
Ein Sichtschutz soll Einblicke begrenzen. Eine Verdunkelung soll zusätzlich möglichst wenig Licht in den Raum lassen. MHZ unterscheidet in seiner Wabenplissee-Kollektion transparente, blickdichte und abdunkelnde Gewebe. Die Bezeichnung bezieht sich auf die jeweilige Qualität, nicht automatisch auf jede Ausführung einer Produktfamilie.[1]
Transparentes GewebeTageslicht und Aussicht
Blickdichtes Gewebebegrenzt Einblicke
Abdunkelndes Gewebemöglichst wenig Licht
Fragen Sie deshalb nach einem konkreten Muster mit Stoffnummer. Lassen Sie sich erklären, welche Sichtschutzwirkung für Ihre Nutzung vorgesehen ist und ob sich Umrisse oder Bewegungen bei Innenbeleuchtung noch erkennen lassen können.
Betrachten Sie Tag und Abend getrennt
Prüfen Sie eine geplante Lösung möglichst in beiden Lichtsituationen. Ein Eindruck bei Tageslicht beantwortet Ihre Frage nach der Privatsphäre am Abend noch nicht. Nutzen Sie dafür die übliche Raumbeleuchtung und den tatsächlich störenden Blickwinkel.
| Situation | Ihre Frage an die Beratung |
|---|---|
| Heller Tag | Wie viel Tageslicht und Aussicht bleiben erhalten? |
| Beleuchteter Raum am Abend | Welche Einblicke oder Umrisse sollen verhindert werden? |
| Blick von oben | Muss auch der obere Fensterbereich bedeckt sein? |
| Häufig geöffnete Tür | Wie bleibt der Sichtschutz im Alltag bedienbar? |
Eine gemeinsam betrachtete Musterlösung hilft bei der Auswahl. Ein kleines Stoffmuster bildet jedoch nicht die vollständige Fensterabdeckung ab.
Die richtige Fensterzone bedecken
Bei verschiebbaren Plissees kann die Stellung am Fenster an unterschiedliche Wünsche angepasst werden. MHZ beschreibt diese Beweglichkeit modellbezogen. Welche Fensterzone tatsächlich erreichbar ist, hängt von der vorgesehenen Ausführung ab.[2]
Markieren Sie auf dem Fensterfoto, wo Sie Schutz brauchen. Zeigen Sie auch die Fenstergriffe und den Öffnungsweg. Bei Lamellenanlagen gehören die übliche Lamellenstellung und die seitlichen Blickrichtungen zur Besprechung.
Ihre kurze Vorbereitung
- Fotografieren Sie Fenster und Raum aus Ihrer üblichen Sitz- oder Stehposition.
- Notieren Sie, von wo der störende Einblick kommt.
- Beschreiben Sie die Nutzung am Tag und am Abend.
- Sagen Sie, ob Sie freie Aussicht, Tageslicht oder stärkere Abdeckung bevorzugen.
- Bringen Sie vorhandene Stoffangaben oder Muster mit, wenn Sie etwas ergänzen möchten.
Mit diesen Angaben lässt sich eine passende Richtung besprechen, ohne dass Sie vorher eine technische Diagnose stellen müssen.
Den größeren Zusammenhang erklärt Sichtschutz und Blendschutz mit Jalousien, Lamellen und Plissees. In Plissees und Vorhänge zur Verdunkelung: Stoff und Ränder prüfen geht es um dunklere Räume und Licht an den Rändern. Lichtdurchlass und Verdunkelung: Was Ihr Fensterstoff leisten soll hilft Ihnen, die Materialbegriffe beim Mustervergleich zu verstehen.



