Drei Ebenen unterscheidet ein Lehrtext der UNIDO in einem Polstersitz: Rahmen, Tragsystem und Polsterung. Ihren Zustand zeigt ein Foto des Bezugs allein nicht. Eine brauchbare Möbeldokumentation für die erste Anfrage beginnt deshalb mit dem ganzen Möbel und ergänzt gezielt die betroffenen Stellen. Wenige, gut zugeordnete Bilder helfen dabei mehr als viele ähnliche Nahaufnahmen.
Erst die Gesamtansicht, dann die Details
Fotografieren Sie das Möbel von vorn und schräg von der Seite. Ergänzen Sie bei Bedarf die Rückseite. So werden Form, Anzahl der Teile und unterschiedliche Flächen erkennbar. Fotografieren Sie möglichst bei gleichmäßigem Licht, damit Strukturen sichtbar bleiben.
Verwenden Sie keine Bildfilter, die Farben oder Schäden verändern. Ein Foto bleibt trotzdem nur eine Darstellung unter bestimmten Lichtbedingungen. Die Materialfarbe sollte später am echten Muster abgestimmt werden.
Beschädigungen mit ihrer Umgebung zeigen
Nehmen Sie eine betroffene Stelle zunächst aus etwas Abstand auf und danach näher. Das Detail zeigt die Oberfläche; das zweite Bild ordnet die Stelle am Möbel zu. Notieren Sie knapp, was Sie beobachten und seit wann es auffällt.
Ein Polstersitz besteht aus mehreren Ebenen. Der UNIDO-Lehrtext unterscheidet Rahmen, Tragsystem und Polsterung. Ein Foto des Bezugs allein zeigt den Zustand dieser verdeckten Bauteile nicht.[1]
Eine Bildserie mit klarer Aufgabe
| Bild | Was es beantworten soll |
|---|---|
| Gesamtansicht vorn | Welches Möbel und wie viele Teile? |
| Seitenansicht | Welche Kontur, Tiefe und Armlehnen? |
| Rückseite | Welche Flächen gehören zum Umfang? |
| Schaden mit Umgebung | Wo liegt die betroffene Stelle? |
| Nahaufnahme | Was ist an Oberfläche oder Naht sichtbar? |
| Besonderes Detail | Welcher Keder, Verschluss oder Knopf soll bleiben? |
Lose Teile eindeutig zuordnen
Wenn Kissen ohne Werkzeug herausnehmbar sind, können Sie sie zusätzlich einzeln zeigen. Markieren Sie ihre Position, etwa Sitz links. Vermeiden Sie unnötige Demontage. Verdeckte Befestigungen und gespannte Bauteile müssen für eine erste Anfrage nicht geöffnet werden.
Bei mehreren gleichen Stühlen hilft ein Übersichtsbild mit Nummern. Schreiben Sie dazu, welche Stücke bearbeitet werden sollen und ob alle denselben sichtbaren Zustand haben.
Den Bildsatz durch wenige Angaben ergänzen
Nennen Sie Möbelart, Stückzahl, ungefähre Außenmaße und Ihr Ziel. Beschreiben Sie getrennt neue Optik und verändertes Sitzgefühl. Wenn Herstelleretikett oder vorhandene Materialunterlagen gut erreichbar sind, können sie die Dokumentation ergänzen.
Grundlage für die konkrete Planung eines Neubezugs ist die Begutachtung des Möbels. Fotos helfen bei der Vorbereitung, garantieren aber keine abschließende Diagnose oder Kalkulation aus der Ferne.[2]
Beispiel für eine kurze Bildbeschriftung
Bild 4 zeigt die rechte Sitzvorderkante. Dort ist die Naht seit einigen Wochen offen. Die Gesamtansicht ist Bild 1. Eine solche Zuordnung macht Ihr Anliegen ohne technische Vermutung verständlich.
Wie Fotos mit Maßen und weiteren Projektangaben zusammenkommen, beschreibt Polster nach Maß planen: Fotos, Maße und Werkstoffauswahl. Zur Prüfung des Gestells lesen Sie Gestell und Konstruktion: Was vor dem Neubezug geprüft werden sollte. Bei offenen Nähten und gelösten Kedern hilft Offene Nähte und gelöste Keder: Den Bezugsschaden klar dokumentieren.



