Farbecht klingt eindeutig, meint aber zwei verschiedene Prüfungen. Lichtechtheit beschreibt, wie beständig die Farbe unter Licht bleibt, etwa beim Sofa am Fenster. Reibechtheit betrifft die Frage, ob ein Bezug bei Reibung Farbe auf anderes Material überträgt. Vergleichen Sie beide Angaben getrennt, können Sie gezielter nach dem passenden Stoff und seinen Pflegehinweisen fragen.
Lichtechtheit beschreibt die Farbe unter Licht
Bei der Lichtechtheitsprüfung wird untersucht, wie beständig eine Textilfarbe gegenüber der festgelegten Lichteinwirkung ist. Das Verfahren ISO 105-B02 verwendet dafür künstliches Tageslicht. Die angegebene Bewertung gehört zum geprüften Stoff beziehungsweise zur Farbe. Sie ist kein Kalender, der Ihnen eine bestimmte Zahl unveränderter Jahre im Wohnzimmer zusagt.[1]
Für Ihren Standort ist deshalb hilfreich, wo das Möbel steht und wann direktes Licht darauf fällt. Zeigen Sie Fenster, Sitzplatz und vorhandenen Sonnenschutz auf einem Foto. Ein geschützter Rückenbereich und eine dauerhaft besonnte Armlehne sind im Alltag unterschiedliche Stellen.
Reibechtheit beschreibt mögliche Farbübertragung
Die Reibechtheit betrachtet, ob bei Reibung Farbe auf ein anderes Material übertragen wird. Dabei werden trockene und nasse Prüfbedingungen unterschieden. Diese Werte beantworten eine andere Frage als die Lichtechtheit.[1]
Ein Bezug kann daher bei einem Merkmal anders bewertet sein als beim anderen. Vergleichen Sie die vollständigen Angaben der genauen Qualität. Fragen Sie nach, wenn nur ein allgemeines Wort wie farbecht auf dem Angebot steht.
Eine helle Sitzfläche kann auch Farbe von außen aufnehmen
Wenn eine Verfärbung auffällt, steht ihre Ursache nicht automatisch fest. Die Farbe kann sich verändert haben, oder ein anderes Textil hat Farbe abgegeben. Rolf Benz nennt bei konkreten Stoffqualitäten beispielsweise Anfärbungen durch Fremdtextilien als zu beachtenden Punkt.[2]
Halten Sie deshalb fest, wann die Stelle aufgefallen ist und womit sie in Kontakt war. Fotografieren Sie sie bei gleichmäßiger Beleuchtung. Reiben Sie nicht mit einem beliebigen Mittel, um herauszufinden, woher die Farbe kommt; die Behandlung muss zum konkreten Bezug passen.
Diese Angaben sollten Sie getrennt notieren
| Frage | Passende Angabe |
|---|---|
| Kann die Bezugsfarbe durch Licht verändert werden? | Lichtechtheit mit zugehörigem Prüfverfahren |
| Kann der Bezug Farbe auf anderes Material übertragen? | Reibechtheit trocken und nass |
| Kann Kleidung den Bezug anfärben? | Hinweise zu Fremdtextilien und Nutzung |
| Wie darf die Fläche gereinigt werden? | Pflegeanleitung der konkreten Qualität |
Die Tabelle trennt die Fragen. Keine einzelne Zeile beantwortet die übrigen vollständig.
Beispiel: Muster für einen Sessel am Fenster
Angenommen, Sie wählen einen Bezug für einen Sessel neben einer großen Glasfläche. Notieren Sie die Tageszeiten mit direktem Licht und vergleichen Sie die Lichtechtheitsangaben der Muster. Wenn Sie außerdem einen hellen Bezug möchten, besprechen Sie den Umgang mit möglichen Anfärbungen und den passenden Pflegeweg.
Aus einer höheren Lichtnote folgt keine Freigabe für jedes Reinigungsmittel. Ebenso bedeutet ein guter trockener Reibwert nicht automatisch denselben Wert unter nassen Prüfbedingungen. Die Angaben müssen mit ihrem Namen und ihrer Bedingung erhalten bleiben.
Mit vollständigen Musterangaben entscheiden
Lassen Sie sich Qualität und Farbnummer festhalten. Bei verschiedenen Farben desselben Stoffes sollten Sie die zugehörigen Informationen verwenden und nicht ungeprüft Werte eines anderen Musters übernehmen. Ihre Fotos vom Standort machen die Beratung konkreter, ohne eine Materialprüfung zu ersetzen.
Im Überblick Polsterstoffe verstehen: Fasern, Gewebe und Gebrauchseigenschaften finden Sie die weiteren Prüfmerkmale. Welche Oberflächenveränderung Sie am vorhandenen Möbel sehen, hilft Abrieb, Ausbleichen und Pilling: Was Sie an der Oberfläche sehen zu unterscheiden. Wenn die Fensterlösung Teil Ihres Vorhabens ist, erklärt Sonnenschutzmaterialien: Gewebe, Lamellen und Insektenschutz verstehen die dazugehörigen Gewebeangaben.



